Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem, op. 45

Am
Ort

Angelika Lenter, Sopran
Tobias Schabel, Bass

Kantorei der Stiftskirche
collegium musicum Stuttgart

Leitung: Hans-Joachim Renz

„Selig sind ...“ – Brahms' „Ein deutsches Requiem“ bescherte dem damals 33-jährigen Komponisten nach der Bremer Uraufführung (noch ohne 5. Satz) am Karfreitag des Jahres 1868 und der ersten Gesamtaufführung in Leipzig 1869 einen triumphalen Erfolg und machte ihn quasi über Nacht zum führenden Komponisten seiner Zeit. Mehr als zehn Jahre lang hat sich Brahms immer wieder mit dem Requiem beschäftigt.

Vieles spricht dafür, dass der auslösende Impuls der Tod seines Freundes und Förderers Robert Schumann im Jahre 1856 war. Der Tod seiner eigenen Mutter 1865 ließ Brahms schließlich die kompositorische Arbeit nach vierjähriger Pause wieder aufnehmen.

Johannes Brahms, der Protestant, greift mit seinem siebensätzigen Werk den katholischen Ritus der Totenmesse auf. Gleichwohl vertont er nicht die lateinischen Worte der Liturgie, sondern stellt deutsche Texte aus dem Alten und Neuen Testament zusammen. Nicht jenseitige Erlösung ist das Thema, sondern diesseitiger Trost für die Hinterbliebenen. Und er findet eine Klangsprache voll dramatischer Wucht und anrührender Innigkeit für all jene „… die da Leid tragen“.

Bürgerhaus Backnang, Walter-Baumgärtner-Saal
VVK 23.- / 19.- / 15.- €
erm. 19.- / 15.- / 11.- €

Vor dem Konzert findet ein Einführungsvortrag in das Werk statt, gehalten vom Stuttgarter Konzertpädagogen Lars Jönsson. Die 30-minütige Einführung beginnt eine Stunde vor Konzertbeginn um 18 Uhr im Fritz-Schweizer-Saal.