Konzertkritiken

Glanzvolles Konzert zum 150. Geburtstag

Stadtkirchenchor singt sich selbst ein Jubiläumsständchen - Verloren geglaubte Partituren im Programm

Von Franzgerhard von Aichberger

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, welch hervorragenden Rang der Chor der evangelischen Stadtkirche im Musikleben der Region Ludwigsburg seit nunmehr 150 Jahren hat, dann hätte das Konzert am Sonntagabend ihn erneut geliefert. Den Beginn machte eine echte Rarität. Da hatte man im Jahr 1992 im Notenarchiv der Kirche verloren geglaubte Partituren aus den Anfangszeiten des Chores entdeckt, darunter eine Vertonung des "Vater Unser" durch den Berliner Hofkapellmeister Friedrich Heinrich Himmel (1765-1814). Martin Kaleschke hielt diese Entdeckung einer Aufführung im Jubiläumskonzert für würdig, richtete das Notenmaterial ein und konnte den Stadtchor für das Werk begeistern.

Ein Chor mit starkem Kulturprofil

Ensemble der Stadtkirche feiert 150. Geburtstag - Festkonzert im Oktober

(aus: Ludwigsburger Kreiszeitung vom 6.7.2010,
Artikel von Franzgerhard von Aichberger)

Einhundertfünfzig Jahre ist es her, dass an der Stadtkirche ein Kirchenchor gegründet wurde. Die Soprane, wird berichtet, wurden von Mädchen, die Altstimmen von Knaben gesungen. Tenöre und Bässe stammten von den Mitgliedern des bereits 1825 gegründeten Männergesangvereins.

Was bescheiden für die Begleitung der Gottesdienste begann, ist zu einer profilierten Kultureinrichtung in der Stadt geworden. Unter bislang zehn Dirigenten wurde ein fast unübersehbares Repertoire erarbeitet, das von den Messen und Passionen Bachs über die Oratorien von Händel und Haydn zu den Requien von Mozart, Brahms und Verdi und ungezählten A-capella-Werken reicht.

Requiem von Mozart und Fauré im Kontrast

Chor und Orchester der Stadtkirche überzeugen

(aus: Ludwigsburger Kreiszeitung vom 24.11.2009; ein Artikel von Dietholf Zerweck)

Passend zum Totensonntag veranstaltete die Stadtkirchengemeinde ein Konzert mit zwei "Requiem"-Vertonungen. Reizvoll war der Kontrast zwischen Mozarts berühmten Requiem d-Moll und Gabriel Faurés spätromantischer, eher durch Zufall entstandenen Komposition.

„All die Jahre, die ich Beerdigungen auf der Orgel begleitet habe - mir reichte das! Ich wollte etwas völlig anderes schreiben", teilte er später einem Freund mit. Doch hat Fauré sein 1887, zwischen dem Tod des Vaters und dem Tod der Mutter komponiertes Werk bis zum Ende seines Lebens sehr geschätzt: „Alles, was ich an religiöser Vorstellungskraft besitze, habe ich meinem Requiem mitgegeben, das von Anfang bis Ende von einem sehr menschlichen Gefühl des Glaubens an die ewige Ruhe beherrscht ist."

Aufführung des Motettenchors ist Sternstunde sakraler Barockmusik

Bachkonzert mit der "Capella Principale" unter Stephan Leuthold

Ein ungewohntes Bild in der Stadtkirche: Vor den 40 Sängern des Ludwigsburger Motettenchors sitzt die "Capella Principale", Leiter Thorsten Bleich mit seiner Theorbe in der Mitte. Die barocke Langhalslaute ist Teil einer Aufführung, deren wunderbarer Klang den Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Kurzfristiges Projekt wird zum Meisterstück

Ein Projektchor, ein Orchester und ein Solistenensemble haben Bachs Weihnachtsoratorium in Marbach aufgeführt.

Marbach. Eine großartige Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach (Teile I bis III) haben die Besucher am gestrigen Sonntag in der voll besetzten katholischen Kirche Zur Heiligen Familie erleben dürfen. Am Schluss gab es viel Beifall.

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